Wenn aus einer Idee ein Film wird

By 11. November 2014 Art, Design & Photography, Lifestyle, Travel

Marko Roth ist Filmer und Fotograf. „Meistens renne ich umher, liege auf dem Boden herum oder warte Stunden lang – und bin nie zufrieden“, sagt der 20-jährige Frankfurter im Scherz. Mit den Easywriters sprach der Neu-Stuttgarter über seine Filme, seine Motivation und seine bisherige Laufbahn.

Mit zwölf Jahren fing alles an. Damals habe er einen Camcorder in die Hand bekommen, erzählt Marko Roth. „Ich habe einfach mal drauf los gefilmt.“ Die Neugier war geweckt, die Faszination geboren, aus dem Hobby wurde schnell eine Leidenschaft – und irgendwann eine Berufung. Doch dass er später einmal für namhafte Unternehmen und Organisationen wie die deutsche „Lufthansa“ oder die „S.O.S. Kinderdörfer“ filmen, knipsen und schneiden würde – ja und, dass ihn seine Tätigkeit einmal nach Dänemark, Brasilien, Mosambik oder Südafrika bringen würde, das hatte der Frankfurter damals noch nicht erahnen können.

Ein Wunsch sei es gewesen, womöglich unrealistisch, gewiss – doch der heute 20-Jährige blieb dran. „Ich habe im Internet Videos gesehen, die mich einfach fesselten.“ So habe er vieles über das Medium des Films gelernt, zunächst autodidaktisch. „Try and error“, nennt Marko diesen Lernprozess. In seinem Auslandsjahr im kanadischen Montreal habe er dann einen entsprechenden Filmkurs belegt. „Das war der Anfang“, so Marko. Fortan zog der Medienwirtschafts-Student seine Projekte professioneller auf.

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Das erste Geld mit seiner Arbeit verdiente Marko mit einem Video für den Jugendradio-Sender „planet radio“. Ein Video beim Hörfunk? Er habe damals ein kleines Konzert audiovisuell begleitet, klärt der Hesse auf. Bis heute bezeichnet Marko die Projekte, die vor drei Jahren stattfanden, als jene, die sein Schaffen am meisten geprägt haben. „Wenn ich ehrlich bin, wusste ich damals noch nicht so recht, was ich da eigentlich mache“, erzählt der Neu-Stuttgarter. Die Verantwortlichen des Senders hätten ihn einfach machen lassen.

„Ich konnte mich ausprobieren, aus Fehlern lernen und so bin ich immer besser geworden.“

Wie man Bilder mit Musik verbinde, wie man eine atemberaubende Atmosphäre schaffe, die beim Zuseher Emotionen hervorrufe – all das habe er anschließend umzusetzen verstanden.

Die Aufträge kommen von renommierten Adressen. Unter dem Pseudonym „Marko Roth productions“ produzierte er zunächst Reisevideos, publizierte und finanzierte diese anfangs noch selbst. Doch dies sollte sich bald schon ändern. Eine Kiteschule buchte ihn für einen Videodreh in Tunesien, sein Film „Four Days at the Cote D’Azur, France.“ wurde von der französischen Tourismusbehörde veröffentlicht und die „Norwegian Airlines“ fanden Gefallen an Markos Reisevideo „Four Days in Copenhagen, Denmark.“ Vor einem Jahr war der 20-Jährige in Brasilien und drehte dort „Eleven Days in Rio De Janeiro, Brasil.“ Ja, der junge Student bereist die Welt – doch nicht nur als Tourist, eher für den Tourismus. Und für das Fernweh, das auch den Regisseur und Produzenten nicht selten packt. „Das Feedback war erstaunlich“, berichtet der Nachwuchsfilmer von der Resonanz seines Brasilien-Films, den auch die brasilianische Tourismusbehörde veröffentlichte.

Besonders stolz sei er auf sein aktuelles Projekt, sagt der frühere Hamburger. Die Hilfsorganisation „S.O.S. Kinderdörfer“ hatte ihn nach Mosambik, Swaziland und Südafrika geschickt. Die Dokumentation „We grow with you“ entstand. Im Moment läuft zudem eine Dokumentation über den Sport „Airsoft“ auf Spiegel.tv, bei der Marko hinter der Kamera stand.

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„Mich fasziniert, dass ich bei Menschen durch Bilder und Videos Reaktionen hervorrufen kann. Sie fangen an, über ein Thema nachzudenken und bekommen auf einmal Fernweh oder sogar Tränen in den Augen.“

Daraus ziehe er auch seine Motivation und seinen Willen, weiter an sich zu arbeiten. „Ich versuche, immer mehr zu wachsen.“

Zwar ging es für Marko Roth bislang steil bergauf, allerdings hat auch der Frankfurter mitunter Durchhänger, Phasen, in denen er seine Kamera einfach nicht sehen will. „Aber genau solche Zeiten motivieren mich dann wieder, etwas Neues zu starten. Sie geben mir einen Schub, aus dem ich neue Ideen ziehe.“ Wenn es nicht laufe, widme er sich oftmals vermehrt der Fotografie. Meistens seien es schließlich Internetvideos anderer Filmer, die in ihm die Sehnsucht weckten. „Dann arbeite ich jeden Tag ein bisschen an einem Projekt und bin plötzlich wieder voller Motivation.“ Es gebe schließlich nichts Schöneres, als wenn man sein eigenes Schaffen reifen sehen könne, sagt Marko.

„Und wenn ich einmal in einem Prozess drin bin, dann muss ich mich nicht mehr motivieren.“

Denn dann sei er selbst so neugierig auf das Ergebnis, dass er weiter und weiter arbeite. An sich. An seinen Filmen und Bildern. „Der bewegendste Moment ist es doch, wenn man sieht, dass aus ein paar Inspirationen und Einfällen ein toller Film geworden ist“, betont Marko. „Wenn aus der Idee ein Ergebnis wurde.“

 

Lust auf einen Einblick in die Werke von Marko Roth, dann bitte hierlang:

www.markoroth.de

https://www.facebook.com/MarkoRoth.music.film

http://instagram.com/markoroth

http://markoroth.de/fanhansa/

http://markoroth.de/we-grow-with-you/

https://vimeo.com/99054599

 

 

 

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