Der Oman – Ein Land, das niemand kennt

By 21. Juni 2015 Travel

Goldene Wüsten, 3000 Meter hohe Berge, endlose, traumhafte Strände, Oasen, Moscheen und eine traditionelle Kultur – und trotzdem findet dieses Land kaum einmal den Eingang in ein Reisemagazin und wird schon gar nicht als übliche Pauschalreise angeboten. Die Easywriters jedoch waren da: im Oman. Und selbst an den schönsten Sehenswürdigkeiten waren wir alleine – keine asiatische Reisegruppe mit ihren zu großen Kameras weit und breit.

Der Oman  – ein Staat im Osten der Arabischen Halbinseln. Der Oman, ein Land, indem wir uns teilweise sicherer fühlten als in Deutschland und gleichzeitig eine komplett andere Kultur und Religion erlebt haben. Niemand wusste, was uns dort erwartet, bevor wir aus dem Flieger gestiegen sind.

LAND:
Sultanat Oman

ZEITZONE:
GMT + 4 (+2 Stunden aus Deutschland)

KLIMA:
Die Temperaturen variieren von Region zu Region. An der Küste ist es feucht-heiβ und im Landesinneren trocken-heiβ. Es gibt zwei Jahreszeiten: den Sommer von Mai bis September mit Temperaturen zwischen 35 und 45°C – und den Winter von Oktober bis April mit Temperaturen zwischen 20 und 30°C.

WÄHRUNG:
Omani Rials (OMR). Ein Rial, das sind 1000 Baisa. Es gibt Bankautomaten in den meisten gröβeren Städten in Oman. Die deutsche EC-Karte mit dem Maestro-Zeichen wird vor allem von National Bank of Oman und HSBC akzeptiert. Den aktuellen Umtauschkurs könnt ihr hier nachschauen.

KLEIDERORDNUNG:
Wegen den warmen Temperaturen sollte man leichte Kleidung und bequeme Sneakers einpacken. Allerdings sollte es auch nicht zu knapp ausfallen. Die Sitten des Landes respektiert man durch Kleidung, welche die Knie und Schultern bedecken. Dies gilt für Mädels und für Jungs. Wenn man an öffentlichen Stränden und in Wadis schwimmen gehen möchte, sollte man ein T-Shirt überziehen.

ALKOHOL:
Alkohol gehört nicht zur Kultur des Landes und ist deshalb nicht überall verfügbar. Nur lizenzierte Restaurants und Hotels servieren alkoholische Getränke. Es ist verboten in der Öffentlichkeit sowie auβerhalb der lizenzierten Bereiche zu trinken.

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Wir haben im Norden des Omans, auch das „Skandinavien des Orients“ genannt, mit unserer Reise begonnen. Von Frankfurt aus sind wir nach Dubai geflogen. Von dort sind es nur noch drei Stunden mit dem Auto nach Musandam. Unser Trip wurde perfekt von dem jungem und erfahrenem Tourismusbüro Elite Travel & Tourism organisiert. Es ist sehr angenehm, in dem teilweise chaotischem Middle East einen deutschen Ansprechpartner zu haben, der vor Ort ansässig ist und sich bestens in dem Land auskennt.

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Nach drei Tagen im Norden haben wir uns in den Flieger in Richtung Muscat, der Hauptstadt vom Oman, gesetzt. Dort angekommen, waren wir von den mächtigen, weißen und prachtvollen Gebäuden begeistert. Alles war so sauber und hat geglänzt. Man hätte den Boden ablecken können. Der Fischmarkt, die Moschee, die Altstadt, der Souk und der coole Flaire einer orientalischen Großstadt hat uns immer wieder ins Staunen versetzt.

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Nach drei Tagen ging es direkt weiter. Wir wurden mit einem Geländewagen, Camping Equipment und vielen GPS-Koordinaten ausgestattet. Das Abenteuer begann. Unsere ersten Stops waren unteranderem die alte Stadt Nizwa, die heißen Quellen und 3000 Meter hohen Berge, die sogenannten „Grand Canyons des Omans“. Für unseren Mitstreiter Dominik hieß es: Das erste mal richtig campen. Im Oman ist das Wildcampen erlaubt. Wir fanden manchmal mitten im nichts mit Steinen geschützte Feuerstellen.

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Das Highlight war die nagelneue Küstenstraße. Man fuhr teilweise für Stunden an riesigen Felsen direkt am türkisen Meer entlang. Ab und zu versperrten Kamele einem den Weg, doch auch diese wichen nach gewisser Zeit unserem Auto aus. Wir stoppten fast jede 20 Minuten an Aussichtplattformen und waren von dem Ausblick gebannt. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Felsen runter zu klettern und ein paar Spritzer der aufprallenden Wellen abzubekommen.

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In der südlichsten Stadt Salalah angekommen, mussten wir uns erst von der langen Autofahrt am Strand erholen. Direkt neben den sogenannten „Blow Wholes“, aus denen riesige Wasserfontänen herauskamen, verbrachten wir einen Tag an einem paradiesischem Strand. Die Aussicht auf die Berge erinnerte mich etwas an Rio De Janeiro. Nur dass sich hier keine tausenden Leute tummelten. Wir waren komplett alleine, niemand störte uns.

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Am nächsten Tag ging es mit einem Guide in die Wüste – für uns etwas komplett Neues. Etwas mulmig im Bauch und mit Schlangen- und Skorpiongeschichten im Kopf fuhren wir auf einer immer sandiger werdenden Straße ins Nichts hinein. Unser Guide stieg aus und ließ Luft aus den Reifen. So hätte man mehr Grip im Sand und bliebe nicht so schnell stecken, sagte er.

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Alle Bedenken und Sorgen waren wie verflogen, als wir mit heulendem Motor über Dünenkanten sausten und von einer Sandwolke umgeben war. „Dunebashing“ nennt man sowas. Nach einigen Runden und einem Autoausbuddeln fuhren wir in unser Desertcamp. Wir übernachteten in bereits aufgebauten Zelten mit Feldbetten. Nach dem Abendessen, saßen wir mit einer Shisha, Datteln und Tee zusammen am Lagerfeuer. Wir diskutierten viel über die Kultur und Religion mit unserem Guide – aber das ist eine andere Geschichte.

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Am nächsten Tag stand für uns wieder eine sehr lange Autofahrt bevor. Wir mussten den ganzen Weg nach Muscat zurück um unseren Flug nach Frankfurt zu bekommen. Zwölf Tage waren wir nun unterwegs. Wir hatten das Gefühl, das Land und seine ganze Facettenreichheit entdeckt zu haben.

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„Die Stille in der Wüste und die Kontraste der Gesellschaft werden mir noch lange in Erinnerung bleiben.“ (Vivi)

„Die unglaubliche große Bandbreite des Landes hat mich positiv überrascht. Von 3000m hohen Bergen, Großstädten, wunderschönen Stränden bis hin zu Wüsten und Wasseroasen gab es alles.“ (Dominik)

„Die Gastfreundschaft und der teilweise sehr tolerant gelebte Islam war etwas, was ich nicht erwartet hätte.“ (Lucas)

„‚Ok, no problem‘ war die Antwort auf jede Frage. Ein Land voller Möglichkeiten, eine Kultur, die sich Gastfreundschaft auf die Flagge geschrieben hat.“ (Marko)

Schaut euch unbedingt unseren Film „twelve days in Oman.“ an und informiert euch hier über die Vielfalt des Landes.

Bis hoffentlich bald Oman!

In sha Allah

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2 Comments

  • Reply Ein Roadtrip durch den Oman – Video | easywriters 22. Juni 2015 at 9:39

    […] Reisebericht mit Tipps und geheimen Orten, die in keinem Reiseführer zu finden sind, einmal hier entlang. Außerdem könnt ihr hier mehr zum deutschen Tourismusbüro, welches auf den Oman […]

  • Reply Zwölf Tage im Oman - J'ADORE FOOD 25. Juni 2015 at 20:36

    […] gesagt ihr Autor Marko, haben sich auf eine Reise in den Oman begeben und das ganze in einem Reisetagebuch sowie diesem wunderschönen Video festgehalten, welches wir euch einfach nicht vorenthalten […]

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