America the Beautiful – Nationalparks #1

By 20. September 2016 Easy Travel, Travel

Wild, Wild West, Baby! Wir haben uns ein Auto gemietet und gemeinsam mit unseren Freunden von Patagonia die Westküste der USA ausgecheckt – unser Fokus: die Nationalparks, zumindest ein paar davon. Viel Spaß mit #1 unseres Westcoast-Roadtrips-Tagebuchs. Wenn Easywriter zu Easyrider werden.

 

DER REIZ DER WESTKÜSTE

Was mich am Westen der USA am meisten beeindruckt, ist die Vielfalt seiner Natur und der Landschaften. Westcoast ist nicht gleich Westcoast, Nevada ist nicht gleich Arizona und die Staaten des Westens und jene an der Ostküste unterscheiden sich nicht nur durch ihre Lage am Pazifik oder Atlantik. Es ist, als würde man mit jedem Staat auch in ein neues Land eintauchen. Es ist, als könnte man Meile für Meile die Metamorphose der Natur beobachten.

 

50 ATEMBERAUBENDE NATIONALPARKS

Eben dies macht die USA als Ganzes und den Westen im Speziellen für einen Trip so reizvoll. Allein der Südwesten wartet mit 50 Nationalparks auf, einer schöner als der andere. Das behaupte ich, obwohl wir auf unserem Zwei-Wochen-Trip nur einen Bruchteil dieser Wüsten, Steppen, Gebirgen, Seen und so weiter zu Gesicht bekamen (wir wollten schließlich auch noch nach Vegas, LA, San Francisco etc.). Die wenigen Parks jedoch, die wir in Kalifornien, Nevada und Arizona besuchten, lassen dieses Urteil zu – ihre Schönheit blendet förmlich.

 

AUS EASYWRITERS WERDEN EASYRIDER

Doch bedenke: Wer viel sehen will, braucht viel Zeit. Denn die Wege sind lang. Allein in Kalifornien passt der Fläche nach fast eineinhalb Mal die Bundesrepublik. Doch auf den Freeways der USA groovt es sich ähnlich entspannt wie auf unseren Autobahnen und ja, auch wenn uns der Ruf der Rennfahrer vorauseilt – auch die Amis rasen ganz schön, sind im Straßenverkehr aber irgendwie höflich. Auf den zweispurigen „Ortsdurchfahrten“ der kleinen Städte kam ich mir jedenfalls jedes Mal wie ein Rentner vor, wenn ich so 60-70 km/h gefahren bin – aus Easywriter werden Easyrider.

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MOTELS UND CAMPEN AN JEDER ECKE

Achso, das sollte vielleicht nochmals explizit gesagt werden: Am besten klappert man die wunderschönen Natur-Sehenswürdigkeiten nämlich mit dem Auto ab. Zu weit sind die Distanzen, es anders zu lösen (außer man hat gaaanz viel Zeit). Außerdem offenbart eine Gegend ihren Reiz und so manche romantische Ausfahrt bereits (oder erst) beim Blick aus dem Fenster. Weiterhin ist der Sprit billig (okay, kein nachhaltiges Argument), absolut schicke und ausreichende Motels gibt’s an jeder Ecke und wer campen will, auch hier finden sich in allen Gegenden und vor allem auch in allen Nationalparks tolle Plätze. Halt immer schön das Essen vor dem Bär verstecken, gell!

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ÜBER DIE ROUTE 66 ZUM GRAND CANYON

Ein im tiefsten Sinne eindrückliches Erlebnis ist es jedes Mal, wenn man im Laufe einer Tagesfahrt miterlebt, wie sich das Umland sukzessive verändert – und damit wären wir beim ersten und dem vielleicht größten aller Parks, zumindest dem Namen nach: dem Grand Canyon. Aus dem Nichts wird einem dieser Nationalpark vor die Glotzer gehauen. Wir kamen über Seligman und Kingsman und die legendäre Route 66, fuhren das Grünland Arizonas ab mit seinen schönen Wäldern und idyllischen Häusern und plötzlich sagt der Chris: „Wir sind da.“ Schnell geparkt, hin- und hergeschaut – „Wo bitte soll hier der Grand Canyon sein?“ Außer einen Esel (wir rätseln noch immer, ob es wirklich ein Esel war), viel schönem Wald und „Achtung Bären“-Schildern ist nichts zu sehen. Und ich meine, man wähnt sich ja vorbereitet. Jeder hat den Gran Canyon schon mal irgendwo gesehen – und doch: Wenn man dann die paar Meter vom Parkplatz aus zu den „Klippen“ läuft, wenn sich all of the sudden kilometerlange Furchen in das Flachland schlagen, dann – um im Wortlaut zu bleiben – „erschlägt“ es einen förmlich ob der Unermesslichkeit dieses Ozeans von blutroten Felsenkuppen. Wirklich, wohin das Auge reicht, ist dann Canyon und es hört auch nicht auf.

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DER GRAND CANYON

Obwohl am Canyon zahlreiche Touris knipsen, geht’s eigentlich ganz gesittet zu. Man soll zwar nicht unbedingt von den angelegten Straßen und über die Absperrungen auf die Klippen raus, aber es geht mühelos und so eine kleine Klettereinlage hält schließlich auch fit. Zudem reichen schon ein paar Meter abseits der gewöhnlichen Touri-Infrastruktur und man ist plötzlich viel einsamer. Am Canyon fahren Busse umher, um einen von A nach B zu bringen. Und wer keinen Bock auf Standard hat: Im Grand Canyon kann man wandern, radeln, es gibt geführte Touren, sogar Rafting auf dem Colorado River und auch das Übernachten auf Farmen am South Rim ist drin. Besonders eindrücklich: der Desert View Drive, der östlich vom Grand Canyon Village beginnt und der Schluchtkante satte 42 Kilometer entlang folgt. Es ist im Grand Canyon wie in jedem Nationalpark: man könnte hier Wochen verbringen und hätte noch nicht alles gesehen – aber ein Tag reicht auch, um genug Eindrücke sammeln zu können.

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JOSHUA TREE NATIONALPARK

Wenn man sich von LA aus gut 100 Meilen in Richtung Osten aufmacht, offenbart der Horizont irgendwann urplötzlich eine Science-Fiction-Landschaft. Hunderte Windräder, in Reih’ und Glied formiert, tauchen da auf – und du weißt: Palm Springs is near. Der schnuckeligen 45 000-Einwohner-Stadt, mitten in der von Kakteen, Felsgipfeln, verwitterten Vulkanen und Sanddünen übersäten Wüste Kaliforniens gelegen, haftet der Ruf des idyllischen Rentner-Paradieses an. Und ja, in Palms Springs kann man schon relaxen, wenn es die irren Temperaturen zulassen. Doch es ist nicht nur was für Golf-Spieler, es ist auch ganz schön hipp – das zeigen die Bars und Boutiquen, in denen zu später Stund’ auch gerne mal ein Sinatra-Imitator vor offenem Himmel ein lautes Ständchen singt.

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YUCCAPALMEN ALS NAMENSGEBER

Aber wir wollten ja über die Natur sprechen. Here we go: Joshua Tree Nationalpark. Der ist von Palms Springs aus rasch mit dem Auto zu erreichen (und auch zu durchfahren) und heißt so aufgrund seiner baumhohen Yuccapalmen, den Joshua-Palmlilien, die massenhaft aus den Sanddünen der Sonora- und Mojave-Wüste wachsen und dem Park ein psychodelisch anmutendes Gesicht geben. Diesen Eindruck verstärken die wunderbar runden mystischen Steinfelsen, die bisweilen verloren aus dem Flachland emporragen. Im Park kann gecampt werden, er bietet sich für Wanderungen und Klettertouren an – doch wer faul ist, der kann auch einfach durchfahren und immer mal wieder aussteigen. Der Blick vom Keys View reicht an wolkenfreien Tagen bis nach Mexiko. Der Joshua Tree Nationalpark, er hat was vom Wilden Westen, Cowboys.

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Freut euch auf den zweiten Teil unserer Serie, dann unter anderem mit dem mächtigen Yosemite-Nationalpark – ebenfalls präsentiert von unseren Homies von Patagonia

Alle Klamotten, die wir auf den Fotos tragen, findet ihr im Patagonia Online-Shop

Mehr zu Patagonia – in unserer Marken-Review: Ein großes Nein zur Wegwerfgesellschaft

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