It’s a family business – das Hotel Schgaguler in Südtirol

By 29. Oktober 2018 Lifestyle, Travel

Woran denkst du, wenn du Kastelruth hörst? Sei ehrlich! Kommen Dir die Kastelruther Spatzen in den Kopf, stimmt’s – die Backstreet Boys der Volksmusik? Uns auch, zuerst. Denn nun verbinden wir etwas anderes mit dem Südtiroler Bergort: das Familienhotel Schgaguler der Vitalpina Hotels® Südtirol. Wir waren zu Besuch. Und sind verliebt.

Ein Text von Marcel mit Fotos von Chris

Wer nach Kastelruth will, der muss bergauf. Und er sollte schwindelfrei sein. Eine kurvige Bergstraße führt uns in die Südtiroler Alpen. Die Wege in dieser ruhigen Gegend nahe Bozen sind schmal; die Kurven so schnittig, das hat schon was von Rallyefahren. Wenn hier, im bergigen Teil des Ferrari-Landes, Auto auf Auto trifft, heißt es: Easy Rangieren. Bloß nicht von der schönen Alpen-Landschaft ablenken lassen, bloß dem andern nicht den Spiegel wegfahren. Madonna! Hände ans Steuer, Blick nach vorn – va bene.

Das Vorhaben in Südtirol: Relaxen – wie Harald Juhnke.

Als wir die letzten Metern in Richtung des italienischen Bergorts in Angriff nehmen, ist es schon spät. Die felsigen Ketten des Schlerns verstecken sich im Nebel. Lediglich seine Silhouetten sind erkennbar. Die Fahrt von München aus ins Herzen der Dolomiten war lang – gut, dass wir nun gleich da sind. Wo? Im Hotel Schgaguler, unserem Domizil für die nächsten Tage. Das Vorhaben: Relaxen! Ein bisschen Wellnessen, ein bisschen Sport, ein bisschen Bergluft. Keine Termine, kein Problem – oder wie war das noch bei Harald Juhnke? Zahlreiche Wanderwege erstrecken sich von Kastelruth über die Seiser Alm zum Schlern, dem Wahrzeichen Südtirols. Doch das Wetter: Grade geht so! Perfekt also für ein Wochenende in einem gemütlichen Hotel. Perfekt für ein paar Tage bei der Familie Schgaguler.

 

Die Schgagulers renovieren ihr Hotel von Grund auf.

Unser Ziel in Kastelruth ist schon von Weitem erkennbar. Scheinwerfer zeichnen die klaren Linien des Gebäudes nach. Ciao! Als Chris und ich die Lobby des Familienhotels betreten, wird uns schnell klar: Diese klaren Linien sind nicht zufällig gesetzt. Die Schgagulers haben ihr Hotel, 1986 erbaut, erst kürzlich von Grund auf renoviert, mehr als das: Sie gaben dem luxuriösen Hotel einen komplett neuen, einen modernen, cleanen und gleichzeitig traditionellen Look – eine klare Linie eben: Schlichtheit, Reduktion, kein Schnickschnack, sondern ein Design, beschränkt aufs Wesentliche. Kurzum: Genau unser Ding.

„Der Name: unaussprechlich, das Hotel: unaussprechlich schön!“

Später erfahren wir, dass Bruder Martin, Designer von Beruf, und der befreundete Architekt Peter Pichler maßgeblich für die Gestaltung des Kastelruther Hotels verantwortlich waren. Sie gaben dem Hotel äußerlich einen Look, der einen schwierigen Spagat schafft: schlichte Moderne mit warmer ländlich-alpiner Tradition zu verbinden. Die Revolution der Tradition, könnte man sagen.

 


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Family first: Jeder packt mit an.

Bei aller Reduktion im Design lebt das Hotel insbesondere von seinen Besitzern: der Familie Schgaguler. Es ist vor allem eins: It’s a family business. Drei Brüder, eine Tochter und die Eltern – sie alle haben im Hotel ihre Aufgabe. Sie geben dem cleanen Äußeren ein emotionales und vor allem authentisches Flair. Sie alle sorgen für diese familiäre Atmosphäre, die wir schon bei unserer späten Ankunft zu spüren bekommen, als „Mama Schgaguler“ uns noch um Mitternacht herzlich begrüßt und uns wie selbstverständlich ein Essen organisiert. „Hier sind wir richtig“, sagte Chris. Recht hat er.

Design: Pragmatismus versus Funktionalität.

Was sich uns nun wie aus einem Guss präsentiert, war realiter ein schweißtreibender Prozess mit zahlreichen Familiendiskussionen. Wie sollte das Hotel aussehen, wie die Zimmer aufgeteilt sein? Was bleibt, was soll neu erfunden werden? Klar, da hatte jedes Familienmitglied erst mal seine eigene Meinung. Und ohnehin: Wie gestaltet man eigentlich ein Hotelzimmer? Ist doch klar! Man baut es zunächst nach – in Originalgröße, in der Tiefgarage. So jedenfalls ging die Familie Schgaguler vor. Und das war zum Teil abenteuerlich, ein Kampf zwischen Design und Pragmatismus, zwischen Form und Funktion, wie Tochter Sandra berichtet.

„Wir haben in unserem Übungszimmer im Keller richtig lange rumprobiert: Wo stellt man was hin, wie groß muss welches Möbelstück sein, wie trennen wir Bade- und Wohnbereich voneinander, ohne den offenen Charakter der Zimmer zu verlieren – und wo gehört zum Beispiel im Badebereich was hin. Diese Fragen zu beantworten, war ein langer Prozess. Und wir haben eines festgestellt: Offensichtlich benutzt jeder das Bad ein wenig anders (lacht).“

Viele Köche verderben den Brei? Nicht immer. Das Hotel Schgaguler beweist das Gegenteil. Wir kommen wieder. Aller nervenaufreibenden und kurvenreichen Anfahrt zum Trotz.

 

Dran denken!

Ihr braucht in Österreich eine Vignette! Wer ohne fährt und erwischt wird, für den wird’s teuer, die Strafen liegen bei über 200 Euro. Auch der Brennerpass und die italienische Maut solltet ihr bedenken. Die Preise sind aber fair. Winterreifen, yes, no? Auf jeden Fall. Ihr fahrt in die Alpen, Winterzeit ist Schneezeit – ist doch klaro.

Kastelruth? Da war doch was!

Kastelruth ist the Hometown der legendary Kastelruther Spatzen und von Oswald Sattler – den Backstreet Boys der Volksmusik und dem Kayne West des seichten Almgesangs. Sie alle nennen die Gemeinde in der Nähe von Bozen ihr Zuhause. Und sie machten den Namen Kastelruth sozusagen zur Marke. Schon an der Ortseinfahrt begrüßen Silhouetten der Helden des Bergdorfs die Gäste. Mitten im Ortszentrum gibt es zudem einen Fanshop, den man sich nicht entgehen lassen sollte, ob man Volksmusik mag oder nicht.

 

Das sollte man sich nicht entgehen lassen

Ausflug nach Bozen: Ein bisschen Shoppen, ein bisschen Stadt im Bergurlaub

Wandern: Natürlich! Am besten eine Tour mit „Papa Schgaguler“ buchen, der Hotelgründer hat was von Reinhold Messner und führt die Gäste regelmäßig auf und durch den Berg

Messner Museum: Der legendäre Bergsteiger, Grenzgänger und Kletterer Reinhold Messner nennt Südtirol sein Zuhause, ist im nahegelegenen Brixen geboren. Eines seiner Bergmuseen, das MMM Firmian, ist auf dem Schloss Sigmundskron bei Bozen beheimatet und thematisiert die Auseinandersetzung Mensch-Berg

Facts zum Hotel Schgaguler

Erbaut: 1986, renoviert 2018 – nach wie vor in Familienhand, das Credo: Jedes Familienmitglied hilft mit

Stil: skandinavisch und alpin zugleich

Zimmer: von offenen Zimmern mit „offenen Wänden”, in denen Bade- und Wohnbereich eine stimmige und ununterbrochene Symbiose bilden, zu Zimmern im klassischen Stil, der die einzelnen Wohneinheiten durch Wände räumlich klar voneinander trennt, findet im Hotel in Kastelruth jede Vorliebe ihren Platz

Interieur: zeitlos und funktional; das Schmankerl: ein offenes Badezimmer mit freistehender Badewanne, die nach einer Wanderung oder Skitour zu einem wohltuenden Bad einlädt

Ambiente: zeitgenössische Wohnkultur und Gastgeber, die sich individuell um jeden Gast kümmern. Im malerischen Ortskern von Kastelruth gelegen, findet ihr in diesem Berghotel vor allem Ruhe, Entspannung und Heimeligkeit

Wellness-Bereich: Von Pool über Sauna, einem riesigen Spa-Bereich, mit Zimmern, in denen diverse Anwendungen buchbar sind, bleibt kein Wunsch offen

Sport: Der Fitnessraum ist kein Raum, sondern ein ganzes Studio voller Geräte. Das hat einen Grund: Früher war es wirklich ein Studio, in dem auch lokale Sportler trainierten


Vitalpina Hotels® Südtirol – Immer ein Hingucker

Das Hotel Schgaguler ist Teil der Vitalpina Hotels® Südtirol. Vitalpina steht für eine authentische Lebenshaltung – für die spezielle, besondere Art des alpinen Lebens. Die Gastgeber sind nicht nur begeisterte Wanderführer und Bergsteiger sondern auch Kräuterexperten, Wellnesstrainer/innen, Fotografen und Köche, die ihr Wissen und ihre Liebe zum Lebensraum Südtirol gerne mit ihren Gästen teilen.

 

 

 

 

 

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