Bin mal kurz auf der Schesaplana

By 2. September 2015 Health & Sports, Travel

Am Samstag habe ich mit meinem Bruder telefoniert, er meinte, sie wollen am nächsten Tag wandern gehen. Ein Aufstieg zur Schesaplana sollte es werden. Von München über Lindau und Bregenz nach Bludenz, von Bludenz ins Brandner Tal einbiegen, über Brand bis zur Talstation der Lünerseebahn, hier parken und mit der Seilbahn zum Lünersee fahren. Dann wandern. Easy. Ich habe zugesagt und bin am nächsten Morgen um 6:00 Uhr losgefahren. Kann man ja mal machen.

Vom See ging es dann recht einfach los. Gute 1,5 Stunden zur Totalphütte sollten zu machen sein. Doch seit langer Zeit lasse ich den Sport schleifen. Die anderen anscheinend auch. Ich war als erster auf der Hütte, das ging auch alles noch gut. Landschaft und Wetter haben an dem Tag sowieso auch mitgespielt. Das Blöde, in der Nacht zuvor war ich unterwegs, viel Schlaf war nicht drin. Typisch. Da wir noch die Hunde dabei hatten und mein Dad, mein Bruder sowie Alex keine Power mehr hatten, hab ich Pascal & Patrick noch überredet, mit mir hochzugehen. Ich fang ja nichts an und lass dann gut sein bei der Hälfte. Außerdem wollte mein Dad schon immer auf den Gipfel, also dann geh ich halt für ihn, sind ja nur noch 2,5 Stunden.

Oh Mann, schon nach 15 Minuten dachten wir dran umzukehren. Die zwei Jungs sind übrigens Thai Boxer und sollten ne Menge Power haben, doch genauso wie ich zweifelten sie, ob wir das schaffen. Aber egal, ich will ja auch auf den Mount Everest, also weitermachen. Es war echt hart. Ich wurde unterwegs oft schräg angeschaut, Nike Sneaker sind wohl nicht die beste Wahl für den Aufstieg. Jetzt kommt noch was: Laut Wikipedia …  leichter ist der Südanstieg vom Lünersee, der aber dennoch gute Trittsicherheit erfordert. Uns kam das gar nicht leicht vor. Scheiß Zigaretten und Faulheit. Sherpas wären jetzt gut.

So, die letzten Meter haben wir uns das also auch nicht mehr nehmen lassen. Sonntags mal kurz auf 2965 m ist cool. Bei jedem Schritt nach oben dachte ich an den Weg nach unten. Das wird wohl ein Muskelkater par excellence geben. (Da habe ich mich nicht getäuscht, heftiger als nach einem Freeletics Workout!) Also los, zurück, ich habe Hunger, Durst und die Sonne knallt. Nach guten 3 Stunden waren wir wieder unten, unsere Knie waren Matsch. Wie Zombies schleppten wir uns zur Seilbahnstation. Aber hey, wir waren oben! Und die Kondition scheint doch nicht von schlechten Eltern zu sein! Mit ein bisschen Training, einem Tenzing Norgay und meiner gnadenlosen Selbstüberschätzung, kann der Mount Everest nun kommen.

„Man muss kein fantastischer Held sein, um bestimmte Dinge zu erreichen – um erfolgreich zu sein. Man kann ein normaler Kerl sein, der ausreichend motiviert ist, um schwierige Ziele zu meistern.“

Edmund Hillary

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2 Comments

  • Reply Biancas Blog 2. September 2015 at 14:51

    Jetzt habe ich auch Lust bekommen zu wandern nach dem ich Deinen Post gelesen habe. Ich komm mit auf den Mount E. Hab aber nur Sandalen. Geht das?

    • Laonda
      Reply Laonda 2. September 2015 at 16:43

      Klasse Bianca! Ich nehm dich Huckepack!

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