America the Beautiful – Nationalparks #2

By 30. September 2016 Easy Travel, Lifestyle, Travel

Wild, Wild West, Baby! Wir haben uns ein Auto gemietet und gemeinsam mit unseren Freunden von Patagonia die Westküste der USA ausgecheckt – unser Fokus: die Nationalparks, zumindest ein paar davon. Viel Spaß mit #2 unseres Westcoast-Checks. Wenn Easywriter zu Easyrider werden.

von Marcel Schlegel

FROM MACBOOK TO YOSEMITE

Gut 45 Minuten dauert die Fahrt vom Village hinauf zum Glacier Point. Schon nach etwas mehr als der Hälfte kündigen parkende Autos und marschierende Wanderer etwas Großes an. Wir stellen zunächst die Karre ab und gehen die paar Meter zum „Tunnels View“ zu Fuß. Und da sind sie – die beiden Kolosse, die ich bisher nur von meinem MacBook-Hintergrund kannte und die den Namen des Nationalparks Yosemite wohl endgültig weltweit bekannt gemacht haben: der gigantische El Capitan (2307 m) und der noch massivere Half Dome (2693 m). Sie drohnen über der schier unendlichen weiten Bergwelt des kalifornischen Naturparadieses. Ihre Granitwände sind glatt, schnörkellos und steil, eine Oase für Kletterer und ein Antlitz von Berg, den man in Europa wohl kaum zu sehen bekommt.

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WUNDESCHÖNE WASSERFÄLLE

Am Glacier Point (2200 m) angekommen wähnen wir uns auf Augenhöhe mit den beiden Bergriesen. Wer wandern will, der ist in Yosemite an der richtigen Adresse: Auto parken, Stiefel an und los; der Yosemite Nationalpark bietet unfassbar viele Pfade, auf denen einem gewiss nicht langweilig wird, die von traumhaften Granitgipfeln, Riesen-Mammutbäumen (übrigens den größten der Welt) und farbenfrohen Wiesen umschlossen und mit reißenden Wasserfällen und kleinen Seen verziert werden.

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Lockere vier Kilometer sind es etwa zum Mirror Lake, in dessen Spiegelbild sich Half Dome und El Capitan zu bewegen scheinen. Besonders lohnt sich der rund einstündige Fußmarsch zum Fuße des Verenal Falls. Wer etwas klettererprobt und waghalsig ist, kann sogar zur oberen Faltkante des Wasserfalls aufsteigen und seinen Blick ins von Gletschern geformte Tal und auf die vielen Regenbögen schweifen lassen. Wir nahmen darin lieber ein Bad, faule Easywriters.

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DIE REINHEIT DES ANFANGS …

Auch für Yosemite gilt, was für alle amerikanischen Nationalparks gelten darf: Sie sind unfassbar riesig, kaum zu überschauen, kaum in ihrer Fülle zu erfassen. Wir waren über den Highway 120 und den kurvenreichen Tioga Pass (auf über 3000 Meter) in den Park gekommen. Gerade bei der Einfahrt in den Park spürt man die Reinheit der Natur, die man in Yosemite auch vorzufinden vermutet. Kieferwälder, klare Seen, eine frische Luft und noch ist wenig los. Noch. Denn das ändert sich, sobald es wieder hinab ins Tal in Richtung des Village geht – und ja, je nachdem, was man in den Nationalparks sucht, wird man das reine Bild des Anfangs wohl revidieren müssen.

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EIN BISSCHEN WIE IM FREIZEITPARK

Denn in gewisser Weise gleicht Yosemite mancherorts einem Freizeitpark in der Natur. Eine perfekt ausgebaute Infrastruktur tut sich da einem im zentral gelegenen Yosemite-Tal auf, mit teils vierspurigen Straßen, einem kleinen Supermarkt, einem Postoffice usw. Shuttles bringen Wanderer wieder wohlbehütet ins Village, nahezu jede „Sehenswürdigkeit“ ist mit dem Auto erreichbar, selbst der besagte Glacier Point. Da kann es sich lohnen, einfach mal ein paar Meter abseits der geströmten Wege zu gehen, um etwas Einsamkeit kosten zu können.

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CAMPEN MIT DEM BÄREN

Campen kann man in Yosemite an etlichen Spots. Wir wählten die Luxus-Variante (95 USD/Nacht für ein Zelt à vier Personen): das Curry-Village ist eine Ansammlung von Zelthütten mit Feldbetten, ich fühle mich wie im Zeltlager, wir machen ein kleines Lagerfeuer, brutzeln Würstchen und Marshmallows und begrüßen den Abend am nahe gelegenen Fluss mit einem Bierchen.

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Good to know und kurios zu gleich: Im Yosemite geht der Bär um! Denn dass man die schnuckeligen braunen Kuscheltiere zu sehen bekommt, ist keine Seltenheit; dass Bären hungrige Wesen sind, kein Geheimnis. Entsprechend ist man angehalten, jede Form von Flüssigkeit und Nahrung aus seinem Auto zu entfernen und in einen Bear-Locker zu packen, sonst blüht einem, wovon etliche Fotos im Park warnen: vom suchenden und hungernden Bären eingeschlagene Autoscheiben. Besser auf Nummer sicher gehen, nicht wahr? Vorsichtige Easywriters …

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Zum ersten Teil der Serie (Grand Canyon, Joshua Tree …)

Im nächsten Teil der Serie geht’s zurück in die Wüste: das Death Valley wartet – ebenfalls präsentiert von unseren Homies von Patagonia

Alle Klamotten, die wir auf den Fotos tragen, findet ihr im Patagonia Online-Shop

Mehr zu Patagonia – in unserer Marken-Review: Ein großes Nein zur Wegwerfgesellschaft

 

 

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